Firmenwert – der innere Wert des Unternehmens

„Firmenwert“ wird in der Umgangssprache oft als Wert eines Unternehmens, als „Wert der Firma“ verwendet. So wie man oft „Firma“ als Synonym für „Unternehmen“ verwendet. Firmenwert ist allerdings auch ein Fachbegriff der Unternehmensbewertung. Damit wird der innere Unternehmenswert, die innere Stärke eines Unternehmens bezeichnet. Die soft-facts sozusagen.

Rechnerisch ist der Firmenwert die Differenz zwischen Ertragswert und Substanzwert. Dies soll die inneren Werte des Unternehmens zeigen, wie Knowhow, Mitarbeiter, Qualität des Managements, Zukunftsaussichten. Ist der Ertragswert höher als der Substanzwert, so spricht man auch von „Goodwill“. Ist der Ertragswert niedriger als der Substanzwert, wird dies auch „Badwill“ genannt.Ein relativ einfacher Teil des Unternehmenswertes, der leicht nachvollziehbar ist. Über die wahre innere Stärke eines Unternehmens sagt er jedoch nur wenig aus.

Für die Praxis können wir die tatsächliche innere Stärke mit lediglich 4 Kennzahlen ermittel werden. Die sind praxiserprobt und sehr aussagekräftig!

Firmenwert seit 2009 – ein Fall auch fürs Steuerrecht

Der Firmenwert war ursprünglich ein Fachbegriff der Unternehmensbewertung. Der Firmenwert oder Geschäftswert ist seit 2009 zu einem Fachbegriff der Bilanzierung und des Steuerrechts mutiert. Nach dem „BilMoG“ – zu deutsch „Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz“ – ist der Firmenwert als Vermögensgegenstand in der Bilanz zu aktivieren. Das soll in erster Linie dem Gläubigerschutz helfen. Möglichst alle Vermögensgegenstände, die zu Geld gemacht werden können sollen in der Bilanz aufscheinen.

Als Begriff tritt an die Stelle von ‚Ertragswert‘ der Kaufpreis für ein Unternehmen. Ausserdem gibt’s dann noch diverse Unterscheidungen und Feinheiten. Zwischen Handelsrecht und Steuerrecht beispielsweise und zwischen originären und derivatem Firmenwert. Dazu kommen noch diverse Aktivierungs- und Nichtaktivierungsgebote dazu.

Im Grunde ist dies ein recht kompliziertes Vorschriftenwerk, das allerdings keine wirklich hilfreichen Bestimmungen enthält. Im Zweifelsfall ist der Substanzwert als Minimalwert anzusetzen.  Ein klarer Fall für Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Für die Bewertung von KMUs sind die Bestimmungen des BilMoG 2009 kaum von Bedeutung.

Firmenwert für kleine Unternehmen?

Der Firmenwert ist ein typischer Fachbegriff aus der Bewertung von Grossunternehmen. Bei kleineren Unternehmen ist ein Substanzwert im klassischen Sinn häufig gar nicht vorhanden. Substanzvermögen ist oft gar nicht erforderlich. Dienstleistungsunternehmen beispielsweise, Software-Unternehmen, Werbeagenturen, Nachhilfeinstitute und Ähnliche.

Was wäre also der Firmenwert? Wie stark ist das Unternehmen tatsächlich? Welche Potenziale stecken im Unternehmen?

Kennzahlen zeigen den wahren Firmenwert!

Besonders bei Kauf und Übernahme, oft auch bei Insolvenzen, ist die innere Stärke des Unternehmens von existentieller Bedeutung. Mit einer speziellen Kennzahlen-Auswertung als Zusatz zum Bewertungsbericht können wir exakt und eindeutig die innere Kraft des Unternehmens ausweisen.

4 spezielle Kennzahlen zu Ertrag, Vermögen und Finanzlage werden ausgewiesen. Diese Kennzahlen sind nach klassischer Betriebswirtschaft lebensnotwendige Funktionen des Unternehmens.

Sie können aus dieser Innenbewertung des Unternehmens erkennen, ob ihre Firma gesund und kräftig ist und wie sich die lebenswichtigen Werte im Laufe der Zeit entwickelt haben. Die Innenbewertung ist besonders hilfreich für strategische Überlegungen, für Zukunfts-Überlegungen, wie Restrukturierung, Neufinanzierung oder für Fortführungs-Prognosen.

 

Firmenwert auch für Bank und Bonität wichtig!

Wir stellen die Kennzahlen zum inneren Wert der Firma übersichtlich für jedes einzelne Wirtschaftsjahr und im Durchschnitt des Betrachtungszeitraumes dar. Damit sehen Sie klar, wie sich das Unternehmen entwickelt hat.